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6.11.2003 - Lu¾ice - PaedDr. Jiøí Týø
EUROREGION NISA/ NEISSE/ NYSA - "Die Lausitz und die EU"
Im vergangenem Jahr haben die Bürgervereinigung TROJMEZÍ.CZ und der Koordinierungsrat des Projektes "Die Lausitz und die EU" (=LEU) das Programm für die Ausfahrt der Abgeordneten des Parlaments der Tschechischen Republik (Unterausschuss für grenzüberschreitende Zusammenarbeit und regionale Entwicklung des Komitees für die europäische Integration) vorbereitet. Hauptziel war es, die Parlamentarier bekannt zu machen mit dem Projekt LEU, das zur Stärkung der Verbindungen zwischen Tschechen und Sorben im Kontext der voranschreitenden europäischen Integration zur beitragen möchte. Das Treffen fand am 16. September 2003 in Liberec, Chrastava und in Hrádek nad Nisou, und am darauffolgenden Tag in Bautzen statt. Wichtigster Punkt der Verhandlungen waren die Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Schulbereich.
Unter der Leitung des Vorsitzenden Pavel Suchánek nahmen sechs Abgeordnete des Komitees VEI (= Komitee für die europäische Zusammenarbeit) an den Beratungen teil.
Der Delegation gehörten an die Abgeordneten J. Kohlíèek und P. Lachnit (stellvertretende Vorsitzende), S. Marková, O. Nìmec und J. Zvìøina.

Das Vormittagsprogramm wurde eröffnet in den Räumen der Wirtschaftskammer des Bezirkes Liberec. Unter den Teilnehmern war J. Musil (KHK), für den Bezirk Liberec die Stellvertreterin des Hejtman E. Bartoòová und R. Gamba für das Schulwesen, für den Bezirk Ustí M. Hrabal aus der Stadtverwaltung in Varnsdorf, J. Èeøovský, I. Hübnerová und P. Branda für die Euroregion Nisa, V. Cvrèek für das Pedagogische Zentrum Liberec, V. Po¹tolka für die TU Liberec (Kathedra für Geographie), P. Mary¹ka für das Außenministerium, R. Èermák für die Spoleènost pøatel Lu¾ice in Prag, J. Tyø und F. Vydra für die Bürgervereinigung TROJZEMÍ.CZ, das die Aktion initiiert hat.



Die Sorben waren vertreten durch: B. Cy¾ als Geschäftsführer der Domowina, B. Pawlikec für das Sprachzentrum Witaj und ©. Delan für den Verein Cyrill und Methodius.

Unter der Moderation von J. Tyø, dem Koordinator des Projektes LEU machten sich die Teilnehmer mit der Euroregion Nisa, dem Bezirk Liberec und den Zielen des Projekts vertraut und diskutierten die Grundideen der Zusammenarbeit.

Am Nachmittag begaben sich die Teilnehmer in das Gebäude der Euroregion Nisa zur Erörterung der konkreten Möglichkeiten einer Zusammenarbeit. An diesen Verhandlungen nahm auch der Sekretär des deutschen Teils der Euroregion Nisa, Gerhard Watterott teil.
Zum Verhältnis zwischen Euroregion und dem Projekt LEU führten die Verhandlungen zu folgenden Erkenntnissen und Ergebnissen:

- Die Grundlage der Wirkungsweise der Euroregion sind die Arbeitsgruppen. Ihr Problem ist, dass es oft nicht möglich ist, gemeinsame Projekte dreier Länder einzureichen (die Aktivitäten müssen oftmals unnötigerweise in Projekte zweier Länder aufgesplittet werden).
- Für das Projekt LEU gibt es Chancen besonders in den ständigen Arbeitsgruppen für Wirtschaft, Touristik und Kultur. Vorbereitet wird eine neue Gruppe für das Schulwesen, die ihr Aufgabengebiet finden wird bei der Entwicklung einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Grund-, Mittel- und Hochschulbereich. Den Sorben und dem Koordinationsrat des Projektes LEU wurde sehr herzlich die Möglichkeit angeboten, in all diesen Gruppen mitzuarbeiten.

- Die Euroregion NISA bereitet sehr bedeutsame Aktivitäten für den Zeitpunkt um den Beitritt der Tschechischen Republik zur EU, d. h. zu Beginn des Mai 2004, vor. Diese Aktivitäten überschreiten in ihrer Bedeutung auch die Grenzen der Euroregion, wenn man bedenkt, daß sich im Dreiländereck zwei Länder, die Beitrittskandidaten zur EU sind mit einem Land vereinigen, das schon EU- Mitglied ist. Das Projekt LEU will dazu beitragen, nicht nur mit seiner Teilnahme an diesem Programm, sondern auch mit einer eigenen Aktivität am nördlichsten Denkmal für die beiden Europapatrone Cyrill und Methodius, das die Sorben im Jahre 2000 errichtet haben. Es wird mit der Teilnahme von Persönlichkeiten auf der staatlichen und europäischen Ebene gerechnet.

- In der Euroregion Labe wird ein Projekt einer touristischen Nutzung von Fahrten mit historischen Dampflokomotiven vorbereitet von Dìèín nach Dolní Poustevna. Diese Trasse kann verlängert werden bis nach Bautzen, Varnsdorf, Zittau, Hrádek nad Nisou und Liberec.

- Der sorbische Cyrill- Methodius-Verein hat das Objekt des ehemaligen Altenheimes St. Ludmila bei Panschwitz-Kuckau angeboten bekommen, und will es nach dem Beispiel des Zentrums für geistliche Erneuerung in Hejnice umgestalten und auch für grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich des Schulwesens und der Jugendbegegnung nutzen.

- Auf die Anregung des Koordinationsrates des Projektes LEU sind schon erste
Verhandlungen geführt worden zwischen dem Gymnasium F.X.©aldy in Liberec und dem Sorbischen Gymnasium in Bautzen (Studienaustausch, Zusammenarbeit der Pädagogen, Zusammenarbeit bei der Nutzung des Internet u.a.m.). Das Pädagogische Zentrum in Liberec realisiert in Zusammenarbeit mit den Sorben Kurse für sorbische Sprache für tschechische Lehrer, die in Zukunft an sorbischen Schulen lehren möchten. Gleichzeitig wird das Pädagogische Zentrum und die Abteilung Schulwesen des Bezirkes Liberec an einem intensiveren und qualitativ besseren Deutschunterricht an den Grundschulen des Bezirkes Liberec arbeiten. Das ist die Voraussetzung dafür, dass die Absolventen der tschechischen Grundschulen z.B. am Sorbischen Gymnasium lernen könnten und das deutsche Abitur ablegen könnten und damit einen einfacheren Zugang an deutsche Hochschulen finden. Ohne die deutsche Sprache geht dies nicht. Das Projekt der Zusammenarbeit mit den Sorben trägt auf diese Weise bei zur Überwindung der Sprachbarrieren in der Euroregion Nisa.

- Auf ähnliche Weise rechnet das Projekt LEU mit einer verstärkten Erteilung der tschechischen Sprache an sorbischen Grundschulen, damit auch die Sorben in Zukunft an tschechischen Ausbildungsstätten und Fachschulen lernen könnten, weil es keine eigenen sorbischen gibt.

- Die Mehrzahl dieser Vorhaben läßt sich mit finanzieller Hilfe der europäischen Fonds verwirklichen (INTERREG III a, Socrates). Die Vorbereitung und Realisierung dieser Projekte sind eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, bei der die Beteiligung der Antragsteller in den Arbeitsgruppen der Euroregiona helfen wird, weil dort Erfahrung und Wissen vorhanden sind, die für die Erfüllung der Forderungen der EU nötig sind.

- All diese Ideen wurden von den Teilnehmern positiv angenommen. Die Abgeordneten des Parlaments der Tschechischen Republik versprachen im Rahmen ihrer Möglichkeiten Hilfe bei der Realisierung der Vorschläge oder wenigstens beim Erreichen besserer Bedingungen für ihre Realisierung. Den Teilnehmern des Projekts einer Zusammenarbeit mit den Sorben wurden gute und verschiedenartigste Möglichkeiten zur Zusammenarbeit angeboten und es wurde die Hilfe weiterer beteiligter Organisationen angeboten, um die Projektziele zu erreichen. Jetzt liegt es am Koordinationsrat des Projektes LEU und vor allem an den Sorben selbst und an ihrer Organisation Domowina, ob sie diese Möglichkeiten erschöpfend nutzen. Der tschechische und der deutsche Teil der Euroregion Nisa, die Bezirksorgane in Liberec sowie der Parlamentsausschuss sind bereit, sie wirksam dabei zu unterstützen.


Der nächste Programmpunkt war Chrastava. Bürgermeister M. Canov übergab u.a. den sorbischen Freunden als Aufmerksamkeit die sorbische Version des Periodensystems der Elemente, die er selbst als Lehrer geschaffen hat. Die nächste Station für die Teilnehmer war Hrádek nad Nisou. Im nächsten Jahr findet in dieser Stadt der drei Grenzen ein wichtiger Teil der schon erwähnten Feierlichkeiten anläßlich des Beitritts der Tschechischen Republik zur EU statt. Bürgermeister M. Pùta lud alle Teilnehmer zu einem geselligen Abend am Ufer des Stausees "Kristýna" an der deutsch-polnischen
Grenze ein. Das Programm gestaltete der Chor des Sorbischen Gymnasiums in Bautzen unter der Leitung von Kantor F. Böhme.


Neben der Mehrzahl der Teilnehmer am ersten Verhandlungstag kamen für Sachsen G. Watterott und weitere deutsche Freunde, unter ihnen der Bürgermeister von Zittau, Arndt Voigt hinzu.

Am nächsten Tag, den 17. September fuhren die Teilnehmer nach Bautzen, um sich untereinander besser kennenzulernen, die Gesprächsergebnisse des ersten Verhandlungstages mitzuteilen und die Verhandlungen weiterzuführen , wie eine engere Zusammenarbeit aussehen könnte.


Der Vorsitzende der Domowina, Jan Nuck, eröffnete die Sitzungsrunde. Außer den Abgeordneten des Unterausschusses VEI war die Mehrzahl der Teilnehmer vom Vortage gekommen wie auch der Vorsitzende der Euroregion Nisa, Petr Skokan, der gleichzeitig Bürgermeister der Kreisstadt Èeská Lípa ist. Auch von sächsischer Seite waren einige neue Teilnehmer zugegen.

Im Blick auf das Projekt LEU kann man die Verhandlungsergebnisse so zusammenfassen:

- Die Anwesenden machten sich mit den wichtigsten Projektdokumenten LEU (Ausgangspositionen des Projektes, Hauptziele des Projektes, Ziele im Bereich Schulwesen) vertraut. Direkt in Bautzen wurden die Möglichkeiten einer effektiven Zusammenarbeit diskutiert. Die Dokumente und Projektziele von LEU wurden von allen Teilnehmern größtenteils positiv aufgenommen. Die Anwesenden bekräftigten ihre Bereitschaft, nach ihren Möglichkeiten zur Realisierung der Projektziele beizutragen. Es liegt vor allem an den Sorben, ob sie die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der tschechischen und der deutschen Seite der Euroregion Nisa ausschöpfen.

- Die Mitglieder des parlamentarischen Unterausschusses VEI (Abgeordnete) versprachen ebenfalls ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der sorbischen Seite und mit dem Koordinierungsrat des Projektes LEU bei der Lösung des Problems einer ausreichenden Fürsorge um die nationalen Minderheit der Sorben bei den Organen der Europäischen Union, deren Mitglieder sie sind, in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Minderheitenpolitik der EU.


- Die Anwesenden haben sich aber nicht nur wichtige Dinge mitgeteilt und diskutiert.

Sehenswert war ein tschechisch-sorbisch-deutsches Video-Magazin von Jugendlichen. Es entstand während der Sommerferien in der sogen. Sommerschule für Videotechnik, organisiert vom Koordinationsrat des Projektes "Die Lausitz und die EU" in Zusammenarbeit mit dem Studio SAEK. Das Programm, das die Gymnasiasten aus beiden Ländern zusammengestellt haben, zeigt auf lustige Weise Möglichkeiten auf, wie die Sorben dauerhaft nicht nur zur Überwindung der Sprachbarriere in der Euroregion Nisa beitragen können.


Zum Schluß der Verhandlungen im Haus der Sorben tauschten der Vorsitzenden der Domowina Jan Nuk und der Vorsitzende der Parlamentariergruppe Pavel Suchánek Gastgeschenke aus. Die ganze Atmosphäre und die wichtigsten Verhandlungsergebnisse bekräftigen, was schon am Vortag festgestellt wurde, daß die Euroregion NISA eine der besten Euroregionen hinsichtlich ihrer Fachkompetenz, ihrer Kenntnis in der Sache, ihrer Aktivität, ihrer wirtschaftlichen Ergebnisse, aber auch ihrer wechselseitigen Haltung bei der Regelung der tschechisch-deutschen Beziehungen und in der Haltung nationalen Minderheiten gegenüber ist.



Nach dem Arbeitsessen im Sorbischen Kaffee waren die Teilnehmer zu einer Stadtführung eingeladen. Der Journalist Manfred Ladu¹ von den Serbske Nowiny erklärte auf sehr eindrucksvolle Weise den tschechischen Teilnehmern historische Besonderheiten der Stadt über der Spree. Die Oberlausitz gehörte bis zum Jahre 1635 zum Königreich Böhmen. Wen wundert´s, wenn er bei der Besichtigung des historischen Bautzen zu einem Gasthaus kommt, das nach dem böhmischen Räuberhauptmann Karasek benannt ist. Seine Nachbildung lädt den Spaziergänger zum Eintreten in dies Haus ein...
Der Bautzener Dom St. Petri ist ein Beispiel für religiöse Toleranz. Auf dem Nikolai-Friedhof sind führende sorbische Persönlichkeiten begraben wie z.B. Micha³ Hórnik. Einmalig ist das Panorama der Bautzener Türme.


Der Geschäftsführer der Domowina beteiligte sich nicht an dem Spaziergang, aber die Leiter der tschechischen und der deutschen Seite der Euroregion Nisa ebenfalls nicht. Sie tagten beim Geschäftsführer, um erste konkrete Schritte für die künftige Zusammenarbeit zu beraten.



Bei der Rückkehr ins Haus der Sorben erwartete die Teilnehmer die neueste Nummer der Serbske Nowiny, die mit Bericht und Foto über die Verhandlungen des Projektes LEU vom Vormittag des Tages berichteteten.
(Auf dem Foto diskuttieren O. Nìmec, M. Hrabal, P. Lachnit und J. Kohlièek mit dem Domowina-Vorsitzenden Nuck.
Nach Beendigung des Treffens begaben sich die tschechischen Teilnehmer auf den Heimweg nach Zittau und Hradek n.N. zur 40 km entfernten Grenze mit dem Bezirk Liberec.

Hrádek nad Nisou, 18. September 2003

KONTAKT: PaedDr. Jiøí TÝØ
koordinator projekta LEU
o.s. Trojzemí.cz
HRÁDEK nad Nisou
tel.:603 162 337
e-mail: tyr@dts.cz

PhDr. Franti¹ek VYDRA
è³on koordinaciskeje rady LEU
CHRASTAVA
tel.: 485 143 161
e-mail: vydra@chrastava.cz
CHRASTAVA


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